Gebet zum All-einen

Göttlicher Vater, Göttliche Mutter:

Hilf mir zu spüren, dass ich eins mit dir bin,
wie auch mit meine Brüdern und Schwestern.

Hilf mir, meine Urteile zu erkennen
und anzustreben, sie in mir zu korrigieren.

Hilf mir, Scham und Groll aufzugeben
und aus meinen Irrtümern zu lernen,
damit ich sie nicht wiederhole.

Hilf mir, für meinen Körper, meine Familie,
meine Gemeinschaft und meinen Planeten zu sorgen.

Hilf mir, das zu erschaffen, was
dem Höchsten in mir ebenso dient
wie dem Höchsten in anderen.
Hilf mir, für meine Schöpfungen verantwortlich zu sein.

Hilf mir, mein Opferbewusstsein aufzugeben
und zu erkennen, dass ich machtvoll bin
und viele kreative Möglichkeiten habe.

Hilf mir, liebevoll zu mir zu stehen,
ohne andere anzugreifen oder zu versuchen,
ihre Entscheidungen zu beeinflussen.

Hilf mir, anderen Menschen Freiheit zu gewähren,
damit ich selbst Freiheit empfangen kann.

Hilf mir, mitfühlend auf all jene zuzugehen,
die unter Schmerz, Trauer,
Stress oder anderen Einschränkungen leiden,
und ihnen Hoffnung und Ermutigung zu bieten.

Erlaube mir, ihnen mein Herz zu öffnen.
Erlaube mir, Verhaltensweisen zu durchschauen,
die auf Angst und Gefühlen der Unwürdigkeit basieren.

Möge ich anderen und mir selbst
die bedingungslose Liebe und Annahme weitergeben,
die du mir schenkst.

Hilf mir, meine Fähigkeiten und Talente zu meistern,
auf dass ich sie in deinen Dienst stellen
und meinen Lebenszweck auf Erden erfüllen möge.

Hilf mir, die Rolle auszufüllen, die du mir zugedacht hast,
um andere zu inspirieren, zu bestärken und aufzurichten.

Hilf mir, meinen Gaben zu vertrauen und sie
ohne Aussicht auf Gegenleistung zu verschenken,
wann immer sich eine Möglichkeit zeigt.

Hilf mir, großzügig zu geben und zu lieben,
und das Resultat dir zu überlassen.

Hilf mir, mein Kontrollbedürfnis loszulassen,
so dass ich spontan leben kann,
in deiner Gnade.

Hilf mir, zu verstehen und meine Wunden zu heilen,
damit ich die Liebe nicht von mir weise
oder ihre Gegenwart in meinem Herzen
und meinen Beziehungen behindere.

Hilf mir, weich und verletzlich zu werden.
Hilf mir, um Hilfe zu bitten
und der Hilfe zu vertrauen, die du mir anbietest.

Erlaube mir, meine Vergangenheit zu heilen,
damit ich ganz in die Gegenwart eintreten kann.

Erlaube mir, zu einem Tor
für die Heilung der anderen zu werden,
und lass mich das Tor mutig durchschreiten,
das für mich geöffnet wurde.

Erlaube mir, das Falsche aufzugeben
und mich fest und voller Überzeugung
dem zuzuwenden, was wahr ist.

Hilf mir, zu leben, wovon ich rede,
aufmerksam zuzuhören
und nur zu sprechen,
wenn ich etwas Hilfreiches zu sagen habe.

Hilf mir, zu verstehen,
dass der Freund immer bei mir ist,
und mein einziger Lebenszweck darin besteht,
anderen ein Freund zu sein.

Hilf mir, mich von Ruhm und Ehre zu lösen
und jede Art der äußeren Autorität loszulassen,
damit ich von der inneren Autorität geführt werden kann.

Erlaube mir, zu allen Zeiten und an allen Orten zu wissen,
dass das höchste Gut anderer
immer auch mein höchstes Gut sein wird.
Lass alles, was mich von den anderen trennt,
von mir abfallen,
damit ich das Eine Selbst in allen Wesen sehen kann.

Erlaube mir, mein Werk auf Erden
achtsam und in Demut zu vollenden,
und zu dir zurückzukehren, wenn es getan ist.

Mögen sich alle Schleier und Grenzen auflösen,
die uns trennen,
auf dass ich ganz und gar
im Herzen deiner Liebe wohnen möge.

Amen.

aus: Paul Ferrini, Die Gegenwart der Liebe, Aurum in J.Kamphausen, Bielefeld.