Buddhismus

Der Buddhismus ist eine Lehrtradition und Religion, die ihren Ursprung in Indien findet.
Der Buddhismus ist hauptsächlich in Süd-, Südost- und Ostasien verbreitet.
Im Buddhismus ( 500v. Chr. ) haben Erfahrungen und Geschehnisse ihre Ursachen nicht nur in diesem Leben, sondern auch in früheren Existenzen.
Gedanken, Rede und Handlung wirken auch in der Zukunft, das sogenannte Karma-Prinzip.
Die Grundlage des buddhistischen Glauben sind die vier edlen Wahrheiten und der achtfache Pfad.

Nach der buddhistischen Lehre sind alle unerleuchteten Wesen einem endlosen leidvollen Kreislauf, von Geburt und Wiedergeburt unterworfen auch Samsara genannt.
Buddha zeigt die Erlösung vom Rad der Wiedergeburt durch inneren Wandel.
Karma bedeutet Handlung, wobei der Buddhismus drei Handlungen unterscheidet: die des Körper, die der Rede und die des Geistes.
Es geht um die Vermeidung von Leid und die Kultivierung der fünf Silas
und auch Leid und Unvollkommenheit zu überwinden und durch die Erleuchtung in den Zustand des Nirwana einzutreten.

Was bedeutet Reinkarnation?

Als Inkarnation wird in der Religion die Menschwerdung („Fleischwerdung“) einer Gottheit oder einer präexistenten Seele bezeichnet.
Wir inkarnieren wieder und wieder.
Reinkarnation bedeutet, dass die menschliche Seele nach dem Tod auf dieser Erde oder anderen Existenzbereichen wiedergeboren wird.

Wer ist Buddha?

Buddha übersetzt auf Sanskrit, Erwachter, Erleuchteter.
Seine Familie gehörte zum Geschlecht der Shakyas und der Gautamas, woher sein Name Siddhartha Gautama Shakyamuni kommt.
Auch Gautama Buddha genannt, gründete durch seine Dharma (die buddhistische Lehre) den Buddhismus.
Er lebte 563 v. Chr. in Lumbini im heutigen Nepal und 483 v. Chr. in Kushinagara, in Indien verstarb er.

Bud­dha wurde als Prinz ge­bo­ren. Sein Vater, war König Shuddhodana und seine Mut­ter, die sieben Tage nach seiner Geburt verstarb.
Mit 16 hei­ra­te­te Sid­dhar­tha seine Cousine Yashodhara und lebte ein un­be­schwer­tes Luxusleben.
In seinem 29. Jahr aber drängte es ihn, die Welt außer­halb kennen zu lernen und er unter­nahm die sogenannten Vier Aus­fahrten und hatte dabei Vier An­sichten, das Alter, die Krank­heit den Tod und er sah einen As­keten.
Zur selben Zeit als er sich beschloss auf die Suche zu gehen, gebar seine Frau einen Sohn, sein Name war Rahula

Er suchte zuerst Lehrer auf, zog sich aber dann mit fünf As­ke­ten zusammen.
Er kleidete sich in Lumpen und ma­ger­te ab bis auf die Kno­chen und meditierte ständig.
Nach sechs Jahren er­kann­te er jedoch, dass dies nicht der Weg sei und ging.
Nach einem Weg der Suche beschloss er so lange zu medi­tieren, bis er die Er­kennt­nis der Über­win­dung von Krank­heit, Alter und Tod erlangt habe.
So setzte er sich in Bodh Gaja unter einen Baum, auch als Bodhi Baum bekannt, wo er nach 49 Tagen Erleuchtung erfuhr und in das Nirwana einging.
Entfaltung des eigenen Geistes fand statt.
Buddha wies einen Weg, der achtfachen Pfad der Befreiung, der in den Zustand des Nirwana führt.
Buddha zog 45 Jahre lang durch Indien um seine Lehre zu verbreiten. Schließlich starb er im Alter von 80 Jahren.




Die Buddha Natur


Die Buddha-Natur ist die innewohnende, unbegreifliche, ungeschaffene und unsterbliche Buddha-Essenz (svabhava) aller Lebewesen.

Es ist unser wahres Selbst, unser göttlicher Kern und unzerstörbar.

Es ist das höchste Potential, das in uns wohnt.

Tathagatagarbha, die Buddha-Essenz ist in jedem fühlenden Wesen. 

In den Lehren wird gesagt, dss Tathagatagarbha alle Wesen gleichermaßen durchdringt.

Diese ursprüngliche Essenz ist rein.

Die Buddha Natur ist unser wahres göttliches sein.

Wir nehmen diese Nature noch nicht wahr, denn sie ist noch verschleiert, aber dennoch ist sie immer anwesend.

Diejenigen welche die wahre Buddha Natur erkennen, nennt man erleuchtete Wesen.

Wir haben alle diese Buddha-Natur in uns und erfahren sie auch manchmal für einen kurzen Moment in unserem Leben, aber erkenne sie meist nicht als Tathagatagarbha und fallen verwirrt wieder in die Samsara zurück. 

Es geht um die Manifestation der Buddha-Natur.

Realisation von Buddhanatur kann nur dann als solche bezeichnet werden wenn auch ihre tiefere Natur verstanden wird.

Es geht um die perfekte Ausdrückung des Geistes.


Die meisten Menschen wissen nicht, dass sie die Antworten und die Befreiung in sich tragen. Wir sind immer auf der Suche im Außen.

Wir suchen im Außen nach etwas, was wir in unserem Inneren bereits besitzen. 

Ein Zenmeister sagte: „In jedem Holz steckt der Keim des Feuers.“

So lange unser Geist benebelt ist, können wir die Erleuchtung nicht erlangen. 

Die Erleuchtung ist einfach nur ein anderer Zustand sagt Buddha. 

Die Tugenden des Buddhismus


Pāramitā auf Sanskrit Pāramī, sind im Buddhismus die sogenannten Tugenden, die zu der Weisheit, also zum Erwachen führt.

Es gibt sechs Pāramitā und im Theravada zehn Pāramī.

Die sechs Tugenden des Mahayana:


Freigebigkeit, Dana

ethische Richtlinien, die Silas, Geduld, Ksantri

energetisches Bemühen, Vieya Meditation, Dhyana

Weisheit, Prajñā


Im Theravada:


Gebefreudigkeit, Freigebigkeit

ethisches Verhalten, Sittlichkeit ( Silas )

freiwilliger Verzicht und Entsagung

Weisheit ( Prajñā )

Willenskraft

Geduld

Wahrhaftigkeit

Standhaftigkeit und Entschlossenheit

Güte

Gleichmut


1. Herabkunft aus dem himmlischen Bereich 


2. Eintreten in den Mutterleib


3. körperliche Geburt


4. Studium der Künste und Wissenschaften


5. Weltliche Freuden des Familien- und Palastlebens


6. Lossagung von der Familie und Aufgabe des Besitzes


7. Übung der Askese


8. Hervorbringung von Bodhichitta 


9. Bezwingung der dämonischen Kräfte Maras 


10. Erlangung der vollkommenen Erleuchtung


11. Drehen des Dharmarades 


12. Eingehen ins Nirvana